Damit der Motor mit Propeller die erforderliche Leistung erbringen kann, muss er mit ausreichend Energie versorgt werden. Für lange und effiziente Flüge bieten Lithium-Ionen-Akkus (abgekürzt Li-Ion) ein hervorragendes Verhältnis zwischen Kapazität und Gewicht. Im Gegensatz zu LiPo-Akkus bieten sie eine höhere Energiedichte, sind jedoch für niedrige bis mittlere Entladeströme ausgelegt. Li-Ionen-Akkus unterliegen keinem Memory-Effekt. Sie können aus jedem Ladezustand wieder aufgeladen werden, benötigen keine Einlaufphase und weisen nur eine minimale Selbstentladung auf. Dennoch erfordern Li-Ionen-Akkus eine sachgemäße Pflege.
Die Batteriezelle hat eine Nennspannung von 3,6 V bis 3,7 V (abhängig von der jeweiligen Chemie). Die tatsächliche Spannung hängt vom Ladezustand der Batterie ab. Li-Ionen-Akkus bestehen aus einzelnen Zellen, die in Reihe (oder auch parallel) geschaltet sind – daher die Bezeichnungen 4S (14,4 V), 6S (21,6 V) usw. sowie bei paralleler Konfiguration z. B. 4S2P.
In der Regel finden Sie zwei Anschlüsse am Akku. Den Hauptstromanschluss, über den Sie den Akku an die Drohne anschließen, und einen Ausgleichsanschluss. Der Hauptanschluss ist mit der ersten und letzten Zelle des Akkus verbunden und führt die gesamte Akkuspannung. Der Anschlusstyp wird in der Regel entsprechend der zu erwartenden Stromaufnahme gewählt. Der Ausgleichsanschluss verfügt über mehr Kontakte (Anzahl der in Reihe geschalteten Zellen + 1) und dient zur Überwachung und zum Ausgleich der Spannung der einzelnen Zellen.
Die Kapazität wird in der Regel in mAh (Milliampere-Stunden) angegeben. Die Kapazität gibt den Strom an, den der Akku eine Stunde lang liefern kann. Die angegebene Kapazität ist ein Nennwert. Die tatsächlich nutzbare Kapazität kann je nach Stromaufnahme und Umgebungstemperatur variieren – bei hoher Stromaufnahme tritt ein stärkerer Spannungsabfall auf und die nutzbare Kapazität nimmt ab.
Ein wichtiger Wert ist der maximale Entladestrom. Bei Li-Ionen-Zellen wird dieser häufiger direkt in Ampere angegeben (z. B. maximal 35 A). Wird der Akku kontinuierlich mit dem angegebenen Maximalstrom belastet, kommt es zu einem erheblichen Spannungsabfall und der Akku kann sich erwärmen. Daher ist es notwendig, den Akku ausreichend zu kühlen, beispielsweise durch Luftstrom aus der Umgebungsluft, wenn er in einer Drohne verwendet wird. Bei Li-Ionen-Akkus ist es unerlässlich, diesen Grenzwert nicht zu überschreiten. Extreme Überhitzung verkürzt die Lebensdauer. Der Ladestrom wird vom Hersteller angegeben und ist in der Regel deutlich niedriger als bei LiPo-Akkus.
Li-Ionen-Akkus müssen ordnungsgemäß gepflegt werden. Bei korrekter Verwendung sind sie sicher. Die Nichtbeachtung der Sicherheitsvorschriften kann zu Akkuschäden, zum Verlust der Drohne oder in extremen Fällen sogar zu einem Brand führen. Der Verkäufer haftet nicht für Schäden, die durch unsachgemäßen Gebrauch der Akkus verursacht werden.
Nach jeder Entladung muss der Akku wieder aufgeladen werden. Befolgen Sie für ein sicheres und zuverlässiges Laden die nachstehenden Regeln.
Beschädigte oder ausgediente Akkus müssen umweltgerecht entsorgt werden. Li-Ionen-Akkus gehören nicht in den normalen Hausmüll. Ein zur Entsorgung bestimmter Akku sollte vollständig entladen sein. Geben Sie den entladenen Akku an einer Sammelstelle ab oder werfen Sie ihn in die rote Tonne für Elektronikschrott und Akkus.
