iFlight Defender 20 Lite X O4 Wide ist ein leichter 2" Cinewhoop mit digitaler Bildübertragung DJI O4 Wide Air Unit, geeignet für Flüge in Innenräumen und ruhige Cineflüge im Freien. Dank geschützter Propeller und einem Gewicht von 75 g ohne Akku ist das Fliegen relativ sicher. Mit dem Referenzakku 2S 520 mAh liegt das Abfluggewicht bei etwa 110 g, also weit unter der 250-g-Grenze.
Die Propellerschutzvorrichtungen sind mit vier Schrauben befestigt und lassen sich schnell abnehmen. Der Copter fliegt dann mit freiliegenden Propellern und ist deutlich wendiger, allerdings verlieren die Propeller den Schutz bei Kontakt mit Boden und Hindernissen. Die Kamera befindet sich in einem separaten vibrationsgedämpften Gehäuse, das störende „Jello“-Effekte in den Aufnahmen verhindert. Der Akku wird auf zwei Arten befestigt — originale iFlight-Packs werden von einer gedruckten Halterung gehalten, die nach einer Drehung um 90° herausgezogen werden kann, andere Größen werden mit einem normalen Strap befestigt.
Für die Flugsteuerung sorgt das AIO-Board iFlight Borg F7 AIO, das Flight Controller, Regler, ELRS-Empfänger mit integrierter Antenne und Buzzer integriert. Der Flight Controller basiert auf dem Prozessor STM32F722 mit ICM42688-Gyro, SPA06-003-Barometer zur Höhenmessung und 16 MB Blackbox-Speicher. Die Regler unterstützen einen Dauerstrom von 18 A und verwenden die Firmware BLHeli_32. Ab Werk ist auf dem Copter die Firmware Betaflight installiert. Der Antrieb besteht aus Defender 16 1103 14000 Kv-Motoren in Kombination mit dreiblättrigen 2020-Propellern mit 2" Durchmesser. Die Stromversorgung erfolgt über einen XT30-Stecker.
Die digitale Bildübertragung übernimmt die DJI O4 Wide Air Unit. Die Bezeichnung Wide steht für die werkseitige Weitwinkelversion der Einheit — statt 117,6° bietet sie ein 159° FOV, was besonders in engen Räumen praktisch ist, wo ein engerer Bildausschnitt nicht die gesamte Szene abdeckt. Der 1/2" CMOS-Sensor zeichnet bis zu 4K/60fps auf dem 23 GB großen internen Speicher auf; diese Aufnahme ersetzt eine externe HD-Kamera. Einen microSD-Kartenslot besitzt die Einheit nicht. An die Goggles wird ein Bild in 1080p/100fps übertragen, im Racemode sinkt die Latenz auf bis zu 20 ms. Die Übertragung unterstützt den Canvas mode für klassisches OSD vom Flight Controller. Bildstabilisierung ist mit DJI RockSteady oder Gyroflow möglich. Wir empfehlen nicht, den Copter lange eingeschaltet am Boden stehen zu lassen — die Videoeinheit befindet sich in einem kompakten Gehäuse ohne Luftstrom und erwärmt sich schnell.
Der Copter ist mit einem ELRS-Empfänger auf der Frequenz 2,4 GHz ausgestattet, der direkt auf dem AIO-Board integriert ist. ExpressLRS ist ein fortschrittliches Open-Source-RC-System mit großer Reichweite, niedriger Latenz und hoher Aktualisierungsrate.
Die Videoeinheit ist für die Verwendung mit DJI Goggles 3 oder DJI Goggles N3 vorgesehen. DJI Goggles 2 oder DJI Integra können ebenfalls verwendet werden, in diesem Fall ist jedoch Racemode nicht verfügbar und die maximale Bitrate auf 50 Mbps begrenzt.
Empfohlen werden 2S-Akkus mit einer Kapazität von 450-550 mAh und XT30-Stecker. Akkus sind nicht im Lieferumfang enthalten.
Wichtiger Hinweis: Die DJI-O4-Kamera verwendet eine neue Generation von Gyroskopen, die empfindlicher auf Vibrationen reagieren. Dies kann die korrekte Funktion der RockSteady- und Gyroflow-Stabilisierung beeinträchtigen.