XF Z-2Pro ist ein kompakter 3-Achsen-Gimbal mit integrierter 4K-Tageskamera und Wärmekamera mit einer Auflösung von 640x512px. Er eignet sich insbesondere für fortgeschrittene Drohnen mit Firmware ArduPilot oder PX4. Die gesamte Einheit wiegt 130g und kann daher auch auf kleineren 7" Drohnen eingesetzt werden. Die Versorgung ist mit einer Spannung im Bereich von 10-26,4V möglich, die Montage kann je nach Bedarf mit der Kamera nach unten oder nach oben erfolgen.
Die Tageskamera verwendet einen 1/2.8" CMOS-Sensor mit einer Auflösung von 3840x2160 und ein Objektiv mit f/1.0 und einer Brennweite von 6,0mm (entspricht 40,6mm). Die Bildverarbeitungsengine AI-ISP liefert auch nachts bei schlechten Lichtverhältnissen Farbbilder, die Funktion AI-HDR erhält Details in Lichtern und Schatten bei hohen Szenenkontrasten. Ein 8x-Digitalzoom ist verfügbar.
Die Wärmekamera arbeitet mit einem ungekühlten Vanadiumoxid-Sensor (NETD <40mK) mit einer Auflösung von 640x512px und dem Spektralbereich 8-14μm. Im Vergleich zum Modell Z-2Mini bedeutet das die sechsfache Pixelanzahl, was sich auf Details und Reichweite auswirkt — eine Person erkennt die Wärmekamera auf 379m und ein leichtes Fahrzeug auf 1163m (Johnson-Kriterium). Das f/1.0-Objektiv mit 9,1mm Brennweite deckt ein Sichtfeld von 48,3° in der Breite ab. Zur Auswahl stehen zehn Farbpaletten einschließlich White Hot, Black Hot und Iron Red.
Der Gimbal beherrscht KI-Erkennung und -Verfolgung mehrerer Objekte — im Bild erkennt er Personen und Fahrzeuge separat und verfolgt anschließend eines davon kontinuierlich. Die Identifikationsverzögerung liegt unter 40ms, die Nachführabweichung wird mit einer Frequenz von 30Hz erneuert. Die Stabilisierung übernimmt eine 3-Achsen-nichtorthogonale mechanische Konstruktion mit zwei temperaturgeregelten IMU-Sensoren und einer AHRS-Fusion der Daten vom Träger. Die Winkelgenauigkeit erreicht ±0,01°, der Bewegungsbereich beträgt auf der Pitch-Achse -120° bis +65° und auf der Yaw-Achse ±140° bei einer Geschwindigkeit von bis zu 150°/s.
Z-2Pro kann über Ethernet, UART oder S.BUS gesteuert werden; unterstützt werden ein proprietäres Protokoll sowie MAVLink, das von den Autopiloten ArduPilot und PX4 verwendet wird. Das Video wird über RTSP (H.264/H.265) in einer Auflösung von bis zu 4K@30fps mit einer Latenz ab 320ms gestreamt, die Aufzeichnung wird auf einer microSD-Karte U3/V30 mit einer Kapazität von bis zu 256GB gespeichert, außerdem steht ein Micro HDMI-Ausgang zur Verfügung. Das Bild kann mit der Software Dragonfly angezeigt und gesteuert werden, die auch das Online-Herunterladen von Fotos und Videos ermöglicht; für die vollständige Integration mit Open-Source-Autopiloten dient die Software XF-QGC. In das Bild können OSD-Informationen eingeblendet werden, Fotos enthalten EXIF-Daten mit Zeit, Position des Trägers und Kamerաausrichtung.
Im Lieferumfang ist auch die aktive Kühlung der Gimbal-Einheit enthalten.
Wichtiger Hinweis: Das Objektiv der Wärmekamera darf nicht auf die Sonne, einen Laser oder eine andere starke Energiequelle gerichtet werden und die Temperatur des beobachteten Objekts darf 600°C nicht überschreiten — andernfalls kommt es zu einer dauerhaften Beschädigung des Sensors.